DPF: Regeneration, Infos & Coding

Weitere Seitenbeiträge zu diesem Thema:

Aschemasse & Rußmasse mit Tool32 lesen!

DPF Regeneration einleiten

DPF selbst reinigen

DPF Regeneration startet nicht PART 2 für E – F – G Modelle

Es gibt von BMW eine fehlerhafte I-Stufen Version die im 325d und 525d beim E90 und E60 vorhanden ist.


Eine "erzwungene" Regeneration findet nicht statt, wenn die Fehlerkodes 480A und 481A sowie 245700 und 245800 im Status "vorhanden" stehen!

Es gibt zwei Arten einen Partikelfilter zu Regenerieren:

Kontinuierliche Regeneration:

Diese Regeneration des Partikelfilter findet während des normalen Fahrbetriebs statt. Bei Abgastemperaturen zwischen 280-350°C findet die kontinuierliche Regeneration in Form eines langsamen Oxidationsprozesses statt. Die Rußpartikel können erst verbrannt werden, wenn die erforderliche Abgastemperatur erreicht worden ist.
Nicht wundern wenn der Ruß Wert in der Zeit ständig rauf und runter geht – ist normal!

Periodische Regeneration:

Die periodische Regeneration wird spätestens nach 1000 km (600 Meilen) automatisch von der DDE durchgeführt.
Bei Fahrzeugen mit vielen Kurzstreckenfahrten findet die periodische Regeneration schon nach 400 – 800 km (250 – 500 Meilen) statt.
Für die Regeneration wird die Ansaugluft durch die Drosselklappe verringert. Ein oder zwei Nacheinspritzungen werden durchgeführt.
Dadurch wird die Abgastemperatur auf etwa 600 °C erhöht. Der Ruß wird mit dem Restsauerstoff verbrannt.
Die periodische Regeneration wird bei allen Geschwindigkeiten ausgeführt.
Am effizientesten ist die Regeneration bei einer konstanten Geschwindigkeit größer 60 km/h (38 mph) über 20-30 Minuten.
Optimal ist eine Geschwindigkeit von etwa 100 km/h (etwa 60 mph).

Die DDE errechnet die Zeit für die periodische Regeneration aus folgenden Werten:
-durchschnittliche Fahrstrecke
-durchschnittliche Fahrgeschwindigkeit
-Temperatur im Dieselpartikelfilter
-Werte des Abgasdrucksensor

— Umgebungsdruck muss größer als 0,6 bar sein! —
(Aufenthalt auf einer Höhe von 4000m  über Normalnull oder defekter Umgebungsdrucksensor= keine Regeneration)
Bei niedrigeren Umgebungsdrücken wird die maximal zulässige Drehzahl des Abgasturboladers überschritten und daher die Regeneration gesperrt.

Infos zur Regeneration:

min 10 l Kraftstoff im Tank

– min ab 75° Grad M47/M57 -
(wird diese nicht erreicht liegt es meist am defekten Thermostat)

– min ab 60° Grad N47/N57 -
(wird diese nicht erreicht liegt es meist am defekten Thermostat)

– 30-45 min mit konstanter Geschwindigkeit von min 60km/h fahren (am besten ca 2200 u/min)

– kein Fehler an der Drosselklappe


– min 240 grad Abgastemperatur


– Regeneration muss freigegeben sein

 

ACHTUNG:
RUß verbrennt durch Regeneration zu ASCHE, wenn die ASCHE 60-80g beträgt, ist der DPF VOLL

– Da hilft keine Regeneration, keine stupide “Vollgasfahrt” auf der Autobahn!

Der Maximal-Wert wo das Auto ein Fehler meldet, liegt bei 80 Gramm Asche – ergo voller DPF
(ausbauen und reinigen oder erneuern, anschließend als NEU CODIEREN – SEHR WICHTIG)

 Rußmasse sollte nicht über 45 Gramm gehen, sonst stimmt was mit der Regeneration nicht.

Fehler Einträge mit Glühkerzen werden dabei nicht beachtet.

 

-Fehler an Abgas bzw. gemischaufbereitende Sensoren (Lambdasonde, Differenzdrucksensor)
– kein Fehler an der Drosselklappe“ und sonstige Fehler in den Ansaugwegen wie LMM, AGR, AGR-klemmt, AGR-Manipulation,
Drallklappen Klemmen, usw.

Diese Fehler müssen behoben werden, da sonst keine Regeneration stattfinden kann !!!


Die Grenzen für eine Abschaltung der Regeneration sind wie folgt definiert:

  1. Kühlmitteltemperatur zwischen 60 °C und 110 °C

    Die untere Grenze der Kühlmitteltemperatur ist notwendig um eine stabile Verbrennung zu gewährleisten. Die obere Grenze schützt den Motor vor thermischer Zerstörung.

  2. Abgastemperatur zwischen 220 °C und 690 °C vor Oxidationskatalysator

    Die untere Grenze der Abgastemperatur ist notwendig um eine ausreichende Wärme bildende Reaktion im Oxidationskatalysator sowie Dieselpartikelfilter zu erreichen. Die obere Grenze der Abgastemperatur ist ein Schutz vor zu hoher thermischer Belastung des Oxidationskatalysators sowie Dieselpartikelfilters. Die obere Grenze kann nur bei Fehlfunktionen des Motors überschritten werden.

  3. Abgastemperatur zwischen 220 °C und 670 °C vor Dieselpartikelfilter

    Die untere Grenze der Abgastemperatur ist notwendig um eine ausreichende Wärme bildende Reaktion im Oxidationskatalysator sowie Dieselpartikelfilter zu erreichen. Die obere Grenze der Abgastemperatur ist ein Schutz vor zu hoher thermischer Belastung des Oxidationskatalysators sowie Dieselpartikelfilters. Die obere Grenze kann nur bei Fehlfunktionen des Motors überschritten werden.

  4. Umgebungsdruck größer 0,6 bar

    Bei niedrigeren Umgebungsdrücken wird die maximal zulässige Drehzahl des Abgasturboladers überschritten und daher die Regeneration gesperrt.

    Regeneration

    Im Modus Regeneration werden die Eingangsgrößen so verändert, dass die Abgastemperaturen weiter bis auf 580 °C ansteigen. Dieser Anstieg wird durch eine weitere Reduktion der Luftmasse und einer abermals verspäteten Verbrennung erreicht.

    Um diesen Effekt zu erreichen, werden folgende Eingangsgrößen verändert:

    1. Luftmasse

      Der Sollwert der Luftmasse wird über die Motordrehzahl und die Kraftstoffeinspritzmenge berechnet. Abhängig vom Umgebungsdruck wird der Sollwert angepasst, um eine stabile Verbrennung auf verschiedenen Höhen über Meeresspiegel zu gewährleisten.

    2. Abgasrückführungsrate

      Die gewünschte Abgasrückführungsrate wird aus der Motordrehzahl und der Kraftstoffeinspritzmenge berechnet. In Abhängigkeit von Umgebungsdruck und Ansauglufttemperatur wird der Sollwert so angepasst, dass eine stabile Verbrennung auf verschiedenen Höhen über Meeresspiegel und niedrigen Temperaturen gegeben ist.

    3. Ladedruck

      Der gewünschte Ladedruck wird ebenfalls aus der Motordrehzahl und der Kraftstoffeinspritzmenge berechnet. Der Sollwert des Ladedrucks ist abhängig vom Umgebungsdruck und der Ansauglufttemperatur. Er wird so gebildet, dass bei niedriger Temperatur eine stabile Verbrennung möglich ist und die maximale Drehzahl des Abgasturboladers nicht überschritten wird.

    4. Einspritzdruck

      Der gewünschte Kraftstoffeinspritzdruck hängt von der Motordrehzahl und der Kraftstoffeinspritzmenge ab.

    5. Menge und Zeitpunkt der Haupteinspritzung und Nacheinspritzung

      Bei geringem Umgebungsdruck erfolgen Anpassungen, um sicherzustellen, dass die maximal zulässige Temperatur für den Abgasturbolader nicht überschritten wird.

    6. Luftdrall im Brennraum

      Der Sollwert für die Position der Drallklappe wird aus der Motordrehzahl und der Kraftstoffeinspritzmenge berechnet.

      Da der Dieselpartikelfilter eine begrenzte Kapazität für eine Beladung mit Ruß aufweist, muss der Dieselpartikelfilter regelmäßig regeneriert werden. Daher wird vom Motorsteuergerät die Höhe der Beladung des Dieselpartikelfilters ermittelt. Die Regeneration beginnt ab einer bestimmten Grenze der Beladung mit Ruß.

      Der Beginn der Regeneration hängt von folgenden Parametern ab:

      • Differenzdruck im Dieselpartikelfilter

      • Fahrprofil seit der letzten Regeneration

      Um den angesammelten Ruß im Inneren des Dieselpartikelfilters zu oxidieren, muss die Abgastemperatur auf 580 °C angehoben werden. Um unter allen Bedingungen die Abgastemperatur erhöhen zu können, sind Maßnahmen in der Motorsteuerung integriert.

      Von der Motorsteuerung geregelte und gemessene Parameter über Sensoren wie folgt:

      Luftmassenmesser

      Kühlmitteltemperatursensor

      Kurbelwellensensor

      Ansauglufttemperatursensor

      Umgebungsdrucksensor

      Ladedrucksensor

      Differenzdrucksensor Dieselpartikelfilter

      Abgastemperatursensor vor Oxidationskatalysator

      Abgastemperatursensor vor Dieselpartikelfilter

      Kraftstoffdrucksensor

      Eingelegter Gang

      Fahrgeschwindigkeit

      Füllstand Kraftstoffbehälter

      Geänderte Dieselpartikelfilterregeneration ab I-Stufe 10-04-500

      Bei Fahrzeugen mit einer I-Stufe ab 10-04-500 dauert die Prüfung der Dieselpartikelfilterregeneration bis zu 7,5 Stunden (Motorbetriebsdauer). Das Fahrzeug kann in dieser Zeit mehrmals abgestellt werden.

      Der Grund für diese Veränderung ist eine Verschärfung der Motorüberwachungsfunktion durch die Gesetzgeber. Für eine Prüfung der Dieselpartikelfilterregeneration sind zwei normale Regenerationen erforderlich. Diese werden in einem Fahrzeitraum von 7,5 Stunden durchgeführt. Das Fahrzeug kann während der Prüfung beliebig oft abgestellt werden. Entscheidend ist die Durchführung von zwei Regenerationszyklen.

      Eine Anforderung der Regeneration durch das Diagnosesystem ist für die zweite Regeneration nicht erforderlich. Die Anforderung bringt keine Beschleunigung der Diagnosefunktion des Dieselpartikelfilters, da diese vom Motorsteuergerät als nicht normale Regeneration gewertet wird.

      Der Zeitpunkt und Kilometerstand der letzten erfolgreichen Regeneration kann mit dem Diagnosesystem aufgerufen werden. Diese Werte stehen auch in den Steuergerätefunktionen zur Verfügung.


1 Trackback / Pingback

  1. Dieselpartikelfilter E/F/G - Keine Regeneration möglich - BimmerGuide

Kommentare sind deaktiviert.