Diesel – Injektoren Adaption & Coding

-Codiererausstattung beachten

Achtung:
• Der Piezo-Injektor ist am Anschluss der Hochdruckleitung erkennbar. Diese ist am Kopf des Injektors verschraubt, also gerade von oben
• Beim Magnetventil-Injektor ist der Anschluss der Hochdruckleitung seitlich schräg am Injektor verschraubt

Wichtig:
Immer nach den Wechsel, müssen die Null-Mengen-Korrektur Werte (NMK) der Injektoren zurückgesetzt werden.
Dazu das folgende Testmodul manuell auswählen: Servicefunktionen – 01 Antrieb – Diesel Elektronik – Abgleichprogramme – Injektormengenabgleich. Zum Ablauf:

-Aktuelle Mengenabgleichwerte (IMA-Werte) der Injektoren auslesen, vergleichen und notieren
-Alle IMA-Werte der einzelnen Zylinder mit dem universalen IMA

–Rücksetzcode ersetzen und programmieren:
Piezo – Injektor AAAAA5G
Magnetventil – Injektor AAAAAEA
(Hintergrund: Rücksetzen der Injektoradaptionen aller Zylinder)

-Ursprüngliche IMA-Werte wieder programmieren/Eingeben und danach Fahrzeug einschlafen lassen

Durch die Toleranzen bei der Herstellung der Injektoren weicht die tatsächlich eingespritzte Kraftstoffmenge geringfügig von der theoretisch berechneten Kraftstoffmenge ab.
Diese Einspritzmengen-Toleranzen werden nach der Herstellung für jeden Injektor im gesamten Betriebsbereich durch Messungen beim Lieferanten ermittelt.
Aus diesen Messungen wird für jeden Injektor ein Abgleichwert erzeugt.

Bei der Fahrzeugmontage wird nach dem Einbau des DDE-Steuergeräts der Abgleichwert eines jeden verbauten Injektors im DDE-Steuergerät gespeichert.
Die Abgleichwerte sind entsprechend dem Verbau der Injektoren den einzelnen Zylindern zugeordnet.

Mit diesen Abgleichwerten korrigiert das DDE-Steuergerät die berechneten Einspritzmengen in geringem Maße und verbessert so die Abgasemissionen.

Wenn Injektoren erneuert oder getauscht werden, muss sicher gestellt werden,
dass der aufgedruckte Abgleichwert eines jeden Injektors im DDE-Steuergerät dem richtigen Zylinder zugeordnet ist.
Wenn das DDE-Steuergerät erneuert wurde, muss der Injektormengenabgleich ebenfalls durchgeführt werden,
damit die Abgleichwerte der verbauten Injektoren im neuen Steuergerät gespeichert sind!

Der Abgleichwert wird oben auf jeden Injektor aufgedruckt, siehe Grafik unten 7-Stelliger CODE

Hinweis!

Für Zylinder, für die kein neuer Abgleichwert eingegeben wird, bleiben die bisherigen Abgleichwerte im DDE-Steuergerät erhalten.

Es werden nur Buchstaben und die Ziffern 1 bis 9 verwendet. Die Ziffer 0 existiert nicht. Es handelt es sich in diesem Fall immer um den Buchstaben O.

Abhängig von den verschiedenen Injektortypen werden siebenstellige oder zwölfstellige Abgleichwerte verwendet..

 

 

Vorgehensweise manuelle Prüfung Injektoren Rücklaufmenge:

– Winkelanschluss für Injektor-Rücklauf mit aufgestecktem Schlauchstück

– geeigneter Messbecher für Dieselkraftstoff

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Rücklaufleitung am zu prüfenden Injektor abziehen

abgezogene Rücklaufleitung verschließen

Winkelanschluss mit Schlauchstück (1) an den Injektor-Rücklauf anstecken, Schlauch in den Messbecher führen

Motor im Leerlauf laufen lassen, Rücklaufmenge messen

Die Prüfung der Injektor-Rücklaufmengen ist nur bei Injektoren der konventionellen Magnetventiltechnik implementiert.
Für Piezo-Injektoren (zB. N57) ist diese Prüfung nicht vorhanden.

 

 

 

Man kann die Werte der Injektoren sehr schön mit Inpa anschauen.

ABGLEICH

INPA.

Diagnose-Interface am Laptop und Fahrzeug anschließen

  1. Fahrzeug starten
  2. INPA starten
  3. Baureihe auswählen
  4. Motor
  5. Motorvariante auswählen (im Beispiel N54)
  6. Systemdiagnosen (F9) – Bei anderen Motorvarianten ggf. unter ansteuern
  7. EOL Injektormengenabgleich (Shift+F4)
  8. Zu codierenden Injektor auswählen
  9. Werte des Injektors eingeben (stehen ggf. auf dem Injektor)
  10. OK-Button
Rheingold:
Dazu muss folgendermaßen vorgegangen werden:
  1. Rheingold starten
  2. Tätigkeiten
  3. Servicefunktion
  4. Antrieb
  5. Motorelektronik
  6. Abgleichprogramme
  7. Injektoren
  8. Hier findet man die Möglichkeit die Injektoren anzulernen