Verkokte & durchgeschmolzene Sauganlage

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BMW hat reagiert und die Servicelösung wurden komplett überarbeitet

BIMGUI.de Diesel-Wartungen lesen

Unrunder Motorlauf nach Kaltstart, Motor hat keine Leistung, ruckelt, nimmt kein Gas an oder geht aus.
Emissionswarnleuchte kann leuchten, Abgasuntersuchung wird nicht bestanden und Fahrzeug hat erhöhten Kraftstoffverbrauch
Das alles kommt auf einen zu, wenn die Sauganlage (Brücke & Einlässe) verkokt ist.
Betroffen sind alle Diesel

Es können folgende Fehler gespeichert sein:
4AD6, 4AF6, 4B16, 4B06, 4AE6, 4B26, 3FF0, 3FF1, 4DFF, 4E09, 4E0E, 4E0F, 4868, 41AB, 24C100,24C200, 24C300, 24C200, 24C500, 24C300, 24C600, 24C400, 24C500, 24C400, 24C600, 24CE00,24CF00, 253400, 278F00, 279000, 279100, 290B00, 2AB500

Einlasskanäle am Zylinderkopf und Sauganlage verkokt.
Durch Eintrag von Öl (über die Kurbelgehäuseentlüftung) und Ruß (über die Abgasrückführung) in die angesaugte Frischluft, kann es zum Versotten des Ansaugbereichs kommen. Dadurch wird der Querschnitt des Ansaugbereichs stark reduziert, was einen entsprechenden negativen Einfluss auf den Luftmassenstrom hat.
Langer Leerlaufbetrieb (Stop&Go in Verkehrsmetropolen) oder langer untertouriger Motorbetrieb, können verstärkt zum Ölnebel im Ansaugbereich führen.


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Servicelösung VERKOKUNG:

-> N47 / N57 / B37 / B47 / B57:
Testmodul in der Funktionsauswahl manuell auswählen unter:
01 Antrieb – Diesel Elektronik – Luftmassensystem – Versottung Ansaugkanäle
Erkennt das Testmodul eine Verkokung, ist die Reinigung der Sauganlage (Sammler für Ansaugluft) sowie der Einlasskanäle im Zylinderkopf gemäß Reparaturanleitung 11 12 800 “Zylinderkopfeinlasskanäle und Sammler für Ansaugluft reinigen” durchzuführen.
-> M47 und M57:
Testmodul in der Funktionsauswahl manuell auswählen unter:
Antrieb – Diesel Elektronik – Luftmassensystem – Drallklappen
Testmodul in den Prüfplan übernehmen und Funktionstest durchführen.
Hierbei ist durch Sichtprüfung auf schnelles und vollständiges Schließen der Drallklappen zu achten! Schließen die Drallklappen nur langsam oder unvollständig, so ist das ein Indiz für Verkokung.
Sind keine Drallklappen verbaut, so kann eine mögliche Verkokung nur durch eine Sichtprüfung an der Sauganlage festgestellt werden.
Im Falle einer Verkokung ist die Reinigung der Sauganlage (Sammler für Ansaugluft) sowie der Einlasskanäle im Zylinderkopf gemäß Reparaturanleitung 11 12 800 “Zylinderkopfeinlasskanäle und Sammler für Ansaugluftreinigen” durchzuführen.

Im sehr seltenen Fall einer Beschädigung der Sauganlage, wird ein Teiletausch empfohlen.

Sonderfall MINI Modelle R5x und R6x mit Triebwerk N47C bis Produktion 09/2015:
Beim N47C kann es durch die oben genannten Ursachen in WENIGEN Fällen zum erhöhten Eintrag von Ölnebel im Ansaugbereich und dadurch auch zusätzlich zu schwergängigen Einlassventilen führen.
Im Kundenbeanstandungsfall ist die Reinigung der Sauganlage (Sammler für Ansaugluft) sowie der Einlasskanäle- und Ventile im Zylinderkopf gemäß Reparaturanleitung 11 12 800 “Zylinderkopfeinlasskanäle und Sammler für Ansaugluft reinigen (M47, M57, N47, N57)” durchzuführen. Zusätzlich ist ein Tausch der Zylinderkopfhaube (nur bei MINI Modellen R5x und R6x mit Triebwerk N47C bis Produktion 09/2015!) mit geändertem Ölabscheider (TN 11 12 8 589 943) vorzunehmen.
Der geänderte Ölabscheider in der Zylinderkopfhaube verhindert vermehrten Öleintrag in den Ansaugbereich.

Im Anschluss müssen ZWINGEND die Null-Mengen-Korrektur Werte (NMK) der Injektoren zurückgesetzt werden.
(Nicht möglich bei M47x und M57x mit Europa-Ausführung außer M57x mit US-Ausführung.

Dazu das folgende Testmodul manuell auswählen:
-Servicefunktionen – 01 Antrieb – Diesel Elektronik – Korrekturwerte Injektoren zurücksetzen

Bei einigen DDE-Varianten gibt es noch zusätzlich die Servicefunktion Adaption Inkrementenrad (Geberradadaption):
Aussetzer verursachen Unregelmäßigkeiten in der Umdrehungsgeschwindigkeit der Kurbelwelle. Diese können über die Veränderung der Segmentzeit erkannt werden. Über den Kurbelwellensensor werden laufend Segmentzeiten ermittelt (Zeit in der eine bestimmte Anzahl von Zähnen des Inkrementenrades am Sensor vorbeilaufen). Diese Segmentzeiten werden während des Motorbetriebs ständig überprüft. Im Fehlerfall wird ein Fehler im Fehlerspeicher abgelegt und die Einspritzung des entsprechenden Zylinders abgeschaltet. Siehe auch Aussetzererkennung. Um Fehlauswertungen zu verhindern, muss nach einem Erneuern des DME-Steuergeräts , des RDME Steuergeräts oder des Kurbelwellensensors eine Geberradadaption durchgeführt werden. Wird das Inkrementenrad getauscht, so muss die Geberradadaption nach dem Tausch gelöscht werden. Die Geberradadaption ermittelt die Ungleichförmigkeit des Inkrementenrades und berücksichtigt sie bei der Auswertung der Segmentzeiten. Die Geberradadaption wird automatisch durchgeführt, sobald der Motor für mindestens 10 Sekunden im Schub betrieben wird. <-Falls diese vorhanden ist, muss die Servicefunktion ebenfalls durchgeführt werden.

-Fehlerspeicher löschen und Fahrzeug neu bewerten.


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Sauganlage durchgeschmolzen

  • Fahrzeug hat Leistungsverlust beziehungsweise Motor geht aus.
  • Emissionswarnleuchte ist an.
  • Pfeifgeräusche aus dem Motorraum wahrnehmbar.
  • Teilweise können Geruchsbeanstandung nach verschmortem Kunststoff wahrgenommen werden.
  • Ansaugkrümmer (Sauganlage) weist thermische Verformung beziehungsweise Beschädigung auf.
  • Durchschmelzungen können im Bereich der AGR-Einleitung, sowie zufällig verteilt an der Sauganlageauftreten.
    Folgende Fehlerspeichereinträge

Folgende Fehlerspeichereinträge können gespeichert sein:
24CE00 – Luftmassenmesser: Verhältnis gemessene zu berechneter Luftmasse zu groß
27F000 – Ladeluftschlauch-Überwachung im Leerlauf: Ladeluftschlauch abgefallen
290900 – Luftsystem, Luft- zu AGR-Massenstrom Plausibilität:
Gemessene Luftmasse im Vergleich zu berechneter Luftmasse zu hoch
290A00 – Luftsystem, Luft- zu AGR-Massenstrom Plausibilität: gemessene Luftmasse im
Vergleich zu berechneter Luftmasse zu hoch und hohe Ladedruckregelabweichung

Betroffen sind alle Diesel

Die Ursache für das Schadensbild liegt in einer inneren Kühlmittelundichtigkeit
des Abgasrückführungskühler. Dadurch können Kühlmittelablagerungen im Abgasrückführungskühler
entstehen, welche zu einer verstärkten thermischen Beanspruchung
beziehungsweise Überhitzung im Ansaugbereich führen.

Fall 1: Keine sichtbaren Schäden an der Sauganlage (undicht / durchgeschmolzen)

  • Prüfung des Luftsystems nach der Drosselklappe auf Dichtheit:
    Dazu das Testmodul „Dichtigkeitsprüfung Ladeluftführung“ durchführen.

    Testmodul manuell auswählen unter:
    01 Antrieb – Diesel Elektronik – Luftmassensystem – Luftmassensystemtest
    In diesem Testmodul den Funktionstest “Dichtheit Ladeluftführung” durchführen.
    (Bei der Durchführung des Funktionstests wird der Ladedrucksteller durch einen
    per Diagnose übergebenen Wert angesteuert, um Ladedruck zu erzeugen
    (Ladedruckregelung inaktiv).
    Die Motordrehzahl wird für einige Sekunden auf
    3500 U/min angehoben. Danach folgt für einige Sekunden eine Leerlaufphase,
    um die Ladelufttemperatur auf einen akzeptablen Wert zu halten.)

    Werden Auffälligkeiten im Ladedruck festgestellt bzw. ein pfeifendes/rauschendes
    Geräusch wahrgenommen, das auf entweichende Luft schließen lässt, so sind alle
    luftführenden Bauteile auszubauen und eingehend auf Dichtheit zu prüfen (eventuell
    Riss im Abgasrückführungskühler oder der Sauganlage)

    Sind hier keine Auffälligkeiten feststellbar, so ist die restliche Ladeluftführung (vor
    Drosselklappe) inklusiv Ladeluftkühler auf Dichtheit zu prüfen und ein Luftmassensystemtest durchzuführen.
    Hierzu ist die Servicelösung 61272480 ´´N47T/ N57T Emissionswarnleuchte an, Leistungsverlust
    Ladeluftsystem undicht und Motor ruckelt“” anzuwenden und abzuarbeiten.
    Werden Durchschmelzungen bzw. Löcher in der Sauganlage diagnostiziert, dann
    vorgehen wie in Fall 2.

    Achtung!
    Besondere Vorgehensweise beim Triebwerk N57X:
    Aufgrund der Beschaffenheit des Ladeluftsystems (Druckgussleitungen) sind keine
    äußerlichen Schäden (Anschmelzungen) sichtbar. Um sicherstellen zu können,
    dass die Drallklappen funktionsfähig sind, ist der Ansaugkrümmer zu demontieren.

Fall 2: Sauganlage sichtbar durchgeschmolzen:

  • Die Drallklappen auf Anschmelzungen kontrollieren:
    Sind die Drallklappen unbeschädigt, so ist mit Punkt b) fortzufahren.
  • Sind Teile der Drallklappen deutlich erkennbar abgeschmolzen, so ist
    eine Kompressionsdruckprüfung auf allen Zylindern durchzuführen:

    a) Weicht der Kompressionsdruck zwischen den einzelnen Zylindern STARK ab, kann ein Motortausch notwendig sein.
    Auch die Turbinenradschaufeln des Abgasturboladers sowie der Eingang am
    Dieselpartikelfilter-Eingang sind auf Verunreinigungen beziehungsweise
    Beschädigungen zur prüfen und gegebenenfalls instand zu setzen.

    Vor dem Tausch, sind tagesaktuelle und aussagekräftige Abbildung von allen beschädigten Komponenten zu erstellen und mit dem Kompressionsdruck-diagramm in der Fahrzeugakte zu hinterlegen!

    b) Sind keine Auffälligkeiten an den Drallklappen festzustellen:
    Tausch Sauganlage inklusiv Mischrohr
    Tausch AGR-Kühler inklusive Abgasrückführungsventil
    Tausch beschädigter angrenzender Bauteile
    Bei starker Verkokung der Einlasskanäle sind diese zu reinigen. Hierzu ist die
    Servicelösung 53856249 Ansaugkrümmer/ Einlasskanäle verkokt anzuwenden.

Prüfungen nach Einbau der neuen Sauganlage beziehungsweise angrenzender Teile:

  • Kabelbaum zum EUV (Elektrisches Umschaltventil ) des AGR-Bypasses
    auf Beschädigungen und Kurzschlüsse prüfen
  • AGR-Bypass EUV auf korrekte Funktion prüfen
  • Prüfung ob undichte Stellen zwischen Abgasturbolader und Sauganlage vorliegen
    (mit Lecksuchgerät, falls verfügbar). Gegebenenfalls vorgehen wie in Fall 1, um
    die Dichtheit des Ladeluftsystems zu gewährleisten.
    Wichtig:
    Im Anschluss müssen die Null-Mengen-Korrektur Werte (NMK) der Injektoren
    zurückgesetzt werden. Dazu Diagnose mit ISTA durchführen und Korrekturwerte
    der Injektoren zurücksetzen.

    Testmodul manuell auswählen unter:
    Servicefunktionen – 01 Antrieb – Diesel Elektronik – Korrekturwerte Injektoren
    zurücksetzen.

    Abschließend Fehlerspeicher löschen und Fahrzeug neu bewerten.

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