Verteilergetriebe Infos & Kalibrierung

Ruckeln bei Kurvenfahrt oder beim Beschleunigen aus niedrigen Geschwindigkeiten und unterer bis mittlerer Last – wird auch als Zugkraftschwankungen wahrgenommen
Verunreinigungen im Öl (Wasser, Metallabrieb) sorgen für Aussetzer oder Fehlverhalten. Solltet Ihr so ein Problem haben, hilft oft ein Ölwechsel beim Verteilergetriebe

Verteilergetriebe ÖL


Räder/Reifen-Kombination am Fahrzeug auf Zustand und Reifenprofiltiefe überprüfen

Wichtiger Hinweis:
Deutlich unterschiedliche Profiltiefen der Reifen beziehungsweise Unterschiede der Abrollumfänge (Mischbereifung)
zwischen Vorder- und Hinterachse können das VTG-Ruckeln beim Fahren negativ beeinflussen.

Wenn das Ruckeln bei getrennter VTG-Stromversorgung noch vorhanden ist, prüfen, ob die richtige Sicherung entfernt wurde.
Wenn ja, so ist die Ursache des Ruckelns NICHT das Verteilergetriebe.

 


Testmodul ISTA:
Fahrzeugbehandlung | Service Funktionen | Antrieb | VTG Getriebesteuerung |
VTG: Kalibrierung

Dieses Testmodul lernt den Kupplungskalibrierwert neu

Abschließend Fehlerspeicher löschen.

(Kupplungskalibrierung dauert mindestens 200 km nach ISTA Eingriff)

Falls das Ruckeln nach dem Ölwechsel und Kupplungskalibrierung weiter
besteht, VTG ersetzen


Allradsystem xDrive mit Verteilergetriebe (VTG)

Neben hervorragender Traktion wurde bei der Entwicklung vor allem auf nochmals verbesserte Fahrdynamik Wert gelegt. Bei normaler Geradeausfahrt werden Vorder- und Hinterachse wie üblich mit einer Kraftverteilung von 40 zu 60 Prozent versorgt. Damit werden die Vorderräder nicht mit allzu viel Antriebsmoment beaufschlagt und können der Aufgabe zu Lenken optimal nachkommen.

Beim Einlenken und in stabiler Kurvenfahrt leitet das Verteilergetriebe mit elektronisch gesteuerter Lamellenkupplung bis zu 80 Prozent der Kraft an die Hinterachse. Dies steigert die Wendigkeit des Fahrzeugs und unterbindet wirkungsvoll ein Untersteuern. Dies gewährleistet ein spontanes und präzise dem Kurvenverlauf entsprechendes Einlenken bis hin zu einem leicht kontrollierbaren Driftverhalten.

  • Ein Temperatursensor im VTG-Steuergerät überwacht die Leistungsendstufe für den Stellmotor.
    Dadurch wird eine thermische Überlastung des Stellmotors vermieden.
  • Eine thermische Überlastung des Stellmotors wird über eine Check-Control-Meldung signalisiert.
  • Das Verteilergetriebe geht temporär in die offene Position.
    Die Lamellenkupplung wird dabei getrennt.
  • Nachdem der Stellmotor abgekühlt ist, kann die Lamellenkupplung wieder bedient werden (Bedingung: DSC muss einmalig 0 Nm Sperrmoment anfordern).