Schäden am Turbolader (mechanisch, elektrisch, akustisch)

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Schäden am Turbolader (mechanisch, elektrisch, akustisch) Die Anzeigelampe für Stromausfall (Batterie) und/oder Störung (MKL) leuchtet.

Es können Fehlerspeichereinträge zum Ladedruck, zum Partikelfiltersystem und zum Vorwärmsystem gespeichert werden.
Für N57X können außerdem folgende Fehler gespeichert werden:

  • 292200 –
    Ladedruckregler (VNT): Positionssensor im Ladedrucksteller defekt oder Unterspannung
  • Ladedruckregler 48F6 (variable Turbinengeometrie)

Als Ergebnis können verschiedene weitere Fehlerspeichereinträge gespeichert werden.


Die Hauptursachen sind:

  • Die Ölversorgungsleitungen des Turboladers sind verstopft oder durch Ölschlamm/Verkokung verstopft.

Infolgedessen kann die Ölversorgung des Turboladers unzureichend sein und zu Schäden am Turbolader führen.

Nach einem Turboladerschaden
Oftmals werden die Ölversorgungsleitungen nicht ausgetauscht und kein Motorölwechsel durchgeführt.
Dies kann zu erneuten Schäden am Turbolader führen.

  • Darüber hinaus werden Fehlerspeichereinträge im Vorwärmsystem oder beim Ladedruckregler (variable Turbinengeometrie) nicht berücksichtigt.
    Ein Funktionsausfall im Vorwärmsystem oder im Kühlmittelthermostat kann zur Verstopfung des Dieselpartikelfilters und damit zu Problemen bei der Ladedruckregelung bzw. dem Ladedruckaufbau führen.

Darum ergibt sich folgendes:

-Probleme beim Kaltstart oder der Motor startet aufgrund einer Störung im Vorglühsystem nicht.
-Leistungsverlust oder Überhitzung des Abgasrohrsystems.
-In das Drucklager des Turboladers eingeschwemmte Fremdpartikel können zum Bruch der Verdichterwelle führen.


Besonderes Augenmerk ist auf die wiederholte Abgasturboladeranlage am Antriebsstrang M47T2 zu legen!

Kurbelgehäuseentlüftung verstopft:

Wenn die Kurbelgehäuseentlüftung verstopft ist,
Das über die Ölzulaufleitung zum Turbolader geförderte Öl kann nicht schnell genug abfließen, da der Druck im Kurbelgehäuse und damit in der Ölrücklaufleitung des Turboladers ansteigt.

Darum ergibt sich folgendes:

-Das Motoröl überhitzt im Turboladerlager und führt in der Folge zu vorzeitigem Verschleiß.
-Kühlmittelthermostat und Thermostat für Abgasrückführungskühlung defekt oder ständig offen!

-Wenn der Motor aufgrund eines defekten Kühlmittelthermostats die Betriebstemperatur nicht oder nur sehr langsam erreicht, wird die Partikelfilterregeneration nicht ausgelöst.
-Wenn der Motor nicht die Betriebstemperatur erreicht oder der Kurbelgehäusedruck zu hoch ist, kann das über die Ölzuleitung zum Turbolader geförderte Öl nicht schnell genug abfließen.

Darum ergibt sich folgendes:

Das Öl im Turboladerlager überhitzt sich und führt in der Folge zu vorzeitigem Verschleiß.

Für das “W16-Kraftwerk”
Ein stark verschmutztes Sieb am Ansaugsieb der Ölpumpe kann zu einer unzureichenden Ölschmierung des Turboladers führen.

  • Wenn der neue Turbolader vor dem Einbau nicht ausreichend mit Öl oder Additiven befüllt wird, kann es beim ersten Startvorgang zu Vorschäden an den Wellenlagern kommen.7


Grundsätzliche Arbeiten beim Austausch des Turboladers: Betrifft alle Motorvarianten!

Wenn ein Turbolader ausgetauscht wird:

Ein Motorölwechsel und Filterwechsel muss immer am Motor durchgeführt werden.

Hinweis: Der Motorölwechsel, einschließlich des Ölfilters, kann im Rahmen der Garantie vollständig erstattet werden.

In Kulanzfällen kann diese entsprechend der beschlossenen Kulanzfreigabe erstattet werden.

Bitte beachten Sie:

Folgeschäden fallen nicht unter die (Neuteil-)Garantie!

Im Falle einer Kundenreklamation gehen Sie wie folgt vor:

Wenn Fehlerspeichereinträge für das Vorglühsystem gespeichert sind,
dann muss die Vorwärmanlage repariert werden.

Wichtig:

Erreicht der Motor aufgrund eines defekten Kühlmittelthermostats die Betriebstemperatur nicht oder nur sehr langsam, kann dies zu vorzeitigen oder wiederholten Schäden am Turbolader führen.

Im Falle einer Kundenreklamation prüfen Sie IMMER und prüfen ggf.
Reparatur des Motorkühlmittelthermostats und des Thermostats für die Abgasrückführungskühlung.

Da sowohl die Ölvorlaufleitung als auch die Ölrücklaufleitung – insbesondere im Bereich des Turboladeranschlusses – mit zunehmender Gesamtfahrstrecke verkoken kann, gelten folgende Regelungen:

Fahrzeuglaufleistung/km bis 100.000 km:
Verfahren zum Austausch des Turboladers im Falle eines elektrischen Fehlers oder einer Abgasleckage

Bei einem Austausch des Turboladers aufgrund eines elektrischen Defekts oder einer Abgasleckage ist ein Austausch der Ölvorlaufleitung und der Ölrücklaufleitung nicht erforderlich.

Notiz:
Wird im Elektronischen Teilekatalog (EPC) der Turbolader nur in Kombination mit der Ölrücklaufleitung und der Ölzulaufleitung angeboten, können diese aus der Bestellliste entfernt werden.

Fahrzeuglaufleistung/km ab 100.000 km

Verfahren zum Austausch des Turboladers im Falle eines elektrischen Fehlers oder einer Abgasleckage
Wenn der Turbolader aufgrund eines elektrischen Defekts oder einer Abgasleckage ausgetauscht wird, müssen Sie auch die Ölzulaufleitung und die Ölrücklaufleitung austauschen.

Vorgehensweise beim Austausch des Turboladers bei mechanischem Schaden (ohne Kilometerbegrenzung):

Wenn der Turbolader aufgrund eines mechanischen Schadens ausgetauscht wird,
Die Ölzulaufleitung und die Ölrücklaufleitung müssen IMMER ausgetauscht werden.

Bei einem Austausch der Ölrücklaufleitung muss IMMER die Ölrücklaufleitung an der Ölwanne gereinigt werden, da diese ebenfalls verkoken kann!

Wenn der Dieselpartikelfilter mit Öl verschmutzt ist, muss der Dieselpartikelfilter je nach Verschmutzungsgrad möglicherweise ausgetauscht werden.

 
Informationen zur Funktionsprüfung der Kurbelgehäuseentlüftung

Bei M47xx / M57xx-Triebwerken muss grundsätzlich eine Funktionsprüfung der Kurbelgehäuseentlüftung durchgeführt werden.

Um sicherzustellen, dass die Ölversorgung des Turboladers nicht durch eine fehlerhafte Kurbelgehäuseentlüftung beeinträchtigt wird,
Eine Funktionsprüfung der Kurbelgehäuseentlüftung kann in diesem Zusammenhang auch für alle anderen Kraftwerke (Nx7, Bx7, W16) durchgeführt werden.

Die jeweilige ABL finden Sie im ISTA/D im folgenden Verzeichnis:

Antrieb – Digitale Dieselelektronik – Motorbelüftung – Motorinnendruck

Funktionsprinzip der Kurbelgehäuseentlüftung:
Durch den Verbrennungsdruck werden Gase aus dem Brennraum zwischen Zylinderrohr und Kolben in das Kurbelgehäuse gedrückt.

Um zu verhindern, dass sich im Kurbelgehäuse ein erheblicher Überdruck aufbaut, werden diese Gase über die Kurbelgehäuseentlüftung in den Ansaugbereich vor dem Turbolader geleitet.
Der Innendruck des Kurbelgehäuses ist gleichzeitig der Druck, der an der Ölrücklaufleitung des Abgasturboladers anliegt.

Sinkt aufgrund einer fehlerhaften Kurbelgehäuseentlüftung das Druckgefälle am Turbolader zwischen Ölvorlauf und Ölrücklauf, sinkt auch der Öldurchfluss.
Da der Motoröldurchfluss am Turbolader sowohl für die Schmierung als auch die Kühlung des Turboladers verantwortlich ist, steigt dadurch die Motoröltemperatur an der Ölrücklaufleitung, aber auch an der Ölzulaufleitung des Turboladers.

Dadurch können Temperaturen erreicht werden, die die Verkokung der Ölleitungen begünstigen und diese verengen
.

Dieser wiederkehrende Vorgang kann aufgrund unzureichender Ölversorgung zum Ausfall des Turboladers führen.

Wichtige Informationen zur Installation:

Kraftwerke M47/M57:

Beim Einbau des Turboladers
Vor der Montage der Ölzuleitung muss die Öleinlassbohrung randvoll mit dem der Bestellung beiliegenden Additiv (Teilenummer 83 19 2 362 168) gefüllt werden.

Bitte beachten Sie hierzu die Reparaturanleitung 11 65 020!
Die spezielle Kombination aus Festschmierstoffen und chemischen Verschleißschutzadditiven gewährleistet aufgrund der hervorragenden Notlaufeigenschaften eine optimale Betriebssicherheit beim ERSTEN Start des Turboladers – auch bei kurzzeitiger Unterbrechung des Öldurchflusses.

Bx7 / Nx7 / W16 Kraftwerke:
Bei den Turboladern der oben genannten Motorenbaureihen wurden die Wellenlagerung und die Querschnitte der Ölbohrungen geändert.

In diesem Fall reicht es aus, die Ölzuleitung bis zum Rand mit neuem Motoröl zu füllen.

Wichtig: Ein Additiv darf – wie bei den Mx7-Turboladern – nicht hinzugefügt werden!

Wichtig: Beim Anschließen der Ölleitungen
 Verwenden Sie kein flüssiges Dichtmittel, da das Dichtmittel die Ölkanäle im Lagergehäuse blockieren würde.

Nachdem Sie den Turbolader installiert haben, starten Sie den Motor und lassen Sie ihn zwei bis drei Minuten lang im Leerlauf laufen, bevor Sie die Drehzahl erhöhen.

Anschließend ggf. die Regeneration des Dieselpartikelfilters einleiten.

 
Besonderheit des Kraftwerks N57X:

Bei Fahrzeugen mit N57X-Antrieb, bei denen die oben aufgeführten Fehlerspeichereinträge gespeichert sind, muss in jedem Fall eine erfolgreiche Dieselpartikelfilter-Regeneration durchgeführt werden.

Ein besonderes Verfahren für den N47TUE Top-Motor:

Wenn sich Metallteile des Kompressors am oberen Ende gelöst haben,
Druckstufe (kleiner Turbolader) können diese über das gesamte Ladeluftsystem, im Brennraum und sogar bis zum Dieselpartikelfilter verteilt werden.

Eine Sichtprüfung des Kompressors ist zwingend erforderlich!

Wenn sich Teile des Kompressors gelöst haben, müssen Sie das gesamte Ladeluftsystem überprüfen.
Überprüfen Sie den Brennraum und die Abgasanlage bis hin zum Dieselpartikelfilter auf Fremdkörper / Metallteile und reinigen Sie diese, um Wiederholungsreparaturen oder Motorschäden zu vermeiden!

B47B/D-Motoren:

Wenn ein defekter Turbolader diagnostiziert wird, muss er ersetzt werden.

Eine Sichtprüfung des Kompressors ist zwingend erforderlich!
Sollten sich Teile des Kompressors gelöst haben, müssen Sie unbedingt das gesamte Ladeluftsystem, den Brennraum und die Abgasanlage bis hin zum Dieselpartikelfilter auf Fremdkörper/Metallteile prüfen und reinigen, um Wiederholungsreparaturen oder Motorschäden zu vermeiden!

Motor W16:

Für W16-Kraftwerke:
Die Ölwanne ist auf Verschmutzung zu prüfen und ggf. zu reinigen!

Des Weiteren muss das Sieb am Saugsieb der Ölpumpe auf Verschmutzung überprüft und ggf. ausgetauscht werden.

Fahren Sie mit dem Löschen des Fehlercodespeichers fort.

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