Ruhestrommessung

<!—->Ruhestrommessung mithilfe des Intelligenten Batteriesensors

Bei Problemen mit erhöhtem Ruhestrom muss dieser häufig im Service ermittelt werden. Bei der konventionellen Vorgehensweise muss am Masseband des Fahrzeugs ein Shunt Widerstand eingebaut werden.

Auswertung der Ruhestromüberwachung:

Bei Fahrzeugen mit einem IBS (Intelligenter Batteriesensor) wird von der DME/DDE im Ruhezustand der Ruhestrom überwacht.

Der IBS ist nur bei bestimmten Ausstattungsvarianten verbaut (z. B. bei CIC oder CCC). Das Testmodul zur Auswertung der Ruhestromüberwachung testet als Erstes, ob überhaupt ein IBS verbaut ist.

Bei dieser Baureihe werden in der DME/DDE die Ergebnisse der letzten 32 Zyklen der Ruhestromüberwachung gespeichert. Ein neuer Zyklus der Ruhestromüberwachung wird unter folgenden Voraussetzungen gespeichert:

  • Die Klemme R ist für mindestens 70 Minuten aus.

  • Das Fahrzeug befindet sich für mindestens weitere 120 Minuten im Ruhezustand, ohne geweckt zu werden.

Wenn diese Bedingungen erfüllt sind, wird das Ergebnis der Ruhestromüberwachung in einen neuen Zyklus gespeichert. Der älteste Zyklus von den 32 Zyklen wird dabei vom neuen Zyklus überschrieben.
Wird das Fahrzeug nach Abspeichern eines Zyklus geweckt, kann dann ein neuer Zyklus anfangen, wenn die Bedingungen erfüllt sind.

Das Ergebnis eines Zyklus der Ruhestromüberwachung hat zwei Kategorien:

  1. In der ersten Kategorie wird gespeichert, ob während des Ruhezustandes (mindestens 120 Minuten) ein Standverbraucher angemeldet war. Ein Standverbraucher ist ein Verbraucher, der auch im Ruhezustand des Fahrzeuges aktiviert werden kann. Es kann bei der Ruhestromüberwachung bezüglich angemeldeter Standverbraucher unterschieden werden:

    Kein Standverbraucher war angemeldet

    Ein gesetzlicher Standverbraucher war angemeldet (z. B. Licht oder Warnblinker)

    Die Standheizung war angemeldet

    Ein anderer Standverbraucher war angemeldet

  2. In der zweiten Kategorie wird gespeichert, in welchem Bereich der Ruhestrom während des Ruhezustandes (mindestens 120 Minuten) lag. Es kann bei der Ruhestromüberwachung bezüglich Ruhestrom unterschieden werden:

    0-80 mA (normaler Ruhestrom im Ruhezustand ohne Standverbraucher)

    80-200 mA

    200-1000 mA

    Über 1000 mA

Ein erhöhter Ruhestrom in einem Zyklus ist vor allem zu erkennen, wenn kein Standverbraucher angemeldet war, der Ruhestrom jedoch über 80 mA war.

Es ist zu beachten, dass bei Problemen mit dem Ruhezustand des Fahrzeuges keine neuen Zyklen der Ruhestromüberwachung gespeichert werden. Wenn das Fahrzeug z. B. aufgrund eines Einschlafverhinderers nicht einschläft, wird kein neuer Zyklus der Ruhestromüberwachung gespeichert. Das Abspeichern eines neuen Zyklus der Ruhestromüberwachung wird auch verhindert, wenn das Fahrzeug permanent durch ein Steuergerät oder einen Benutzer geweckt wird.